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Gelungener 2. Fachtag Implantologie in Jena:

Referenten punkten mit Fachbezogenheit und Humor

09.12.2016

Gelungener 2. Fachtag Implantologie in Jena:

Kollegiale Wissensvermittlung und Präsentation von Therapiemethoden in „best practice"-Manier begeisterten die Teilnehmer des zweiten Fachtags Implantologie von Dentaurum Implants. Über 110 Interessierte waren im November zu der informativen Veranstaltung am Institut für Anatomie der Universität Jena mit vielen namhaften Referenten und der angeschlossenen Industrieausstellung angereist.

Oberärztin Dr. Rosemarie Fröber (Universität Jena) machte die geschichtliche und historische Dimension der Alma Matere bewusst, die zu den traditionsreichsten und ältesten Universitäten Deutschlands gehört. Ihr anschaulicher Vortrag spannte einen Bogen von der Gründung 1558 bis heute aus medizinischer Sicht. Sie erwähnte dort Forschende bzw. Lehrende, wie z.B. Johannes Schröter, Werner Rolfinck, Johann Wolfgang von Goethe (er fand Spuren des Os praemaxillare) oder Hans Berger und stellte die berühmte einzigartige anatomische Sammlung vor, die die Teilnehmer in den Pausen besuchen konnten.

Dr. Joachim Hoffmann, Jena, präsentierte anschaulich Patientenfälle zum Thema Frontzahnersatz und die wichtigen Parameter, die für langfristige sowie ästhetisch ansprechende Behandlungserfolge notwendig sind. Entscheidend für eine ästhetisch gelungene Behandlung sei der kompetente Umgang mit dem Weichgewebe; mit Knochengewebe sei es viel einfacher. Wichtig bei Augmentationen: Das Weichgewebe größtmöglich mobilisieren. Zum Unterstreichen dieser Aussage formulierte er den Satz „Der Lappen muss quasi bis zum Kinn fallen" – damit das Augmentat lagestabil in Ruhe ggf. mit dem Implantat verknöchern kann. Für zusätzliche Stabilität des Augmentats und zum Resorptionsschutz verwendet er eine Schichttechnik von autologem Knochen sowie einem langzeitstabilen Augmentationsmaterial und deckt diese als Art Resorbtionsschutz mit Xenograft und ggf. einem Titan-Mesh ab. Beim Setzen der Implantate achtet Dr. Hoffmann auf größtmöglichen Knochenerhalt, was bei den Implantaten u. a. die Durchmesser-Wahl und die Insertionsstelle beeinflusst (z.B. mehr nach palatinal). Dabei gelte es zu berücksichtigen, dass das Implantat entsprechend der geplanten Prothetik gesetzt wird. Allgemein seien die Knochenspitzen der Alveole der natürlichen Nachbarzähne wichtig, damit sich schöne Interdentalpapillen bilden können.

PD Dr. Friedhelm Heinemann, Morsbach, seines Zeichen Privatdozent an der Universität Greifswald, stellte das Konzept der Greifswalder Verbundbrücke mit Patientenfällen zur Diskussion und untermauerte diese mit positiven Studienergebnissen von ihm selbst und PD. Dr. Torsten Mundt, Greifswald. Im weiteren Verlauf des Vortrags präsentierte er das Konzept leicht modifiziert mit implantatgetragenen Kugelköpfen. Klinisch habe sich die Verbindung von Teleskopen mit Druckknöpfen (O-Ring) auf Implantaten bewährt. Besonders hilfreich seien Miniimplantate mit Kugelköpfen bezüglich des erweiterten Indikationsspektrums, z.B. bei fortgeschrittener Kieferkammresorption. Diese dienen neben den einbezogenen natürlichen Zähnen zur Pfeilervermehrung und der Erweiterung des Stützpolygon. Er attestierte den Mini-Implantaten (z.B. CITO mini®) hervorragende und patientenfreundliche Eigenschaften. Dazu zählen der relativ kleine Eingriff, die Erhaltung einer vorhandenen Teilprothese, der zeitlich übersichtliche Behandlungsablauf und die verbesserte Prognose der Behandlung durch die zusätzliche Abstützung und Retention der Prothese.

Dr. Sigmar Schnutenhaus, Hilzingen, ging in seinem Update Implantatprothetik auf die Notwendigkeit des Backward Plannings für einen ästhetischen und langfristigen Erfolg der prothetischen Versorgung ein. Ein Erfolgsfaktor hierbei sei die individuell angepasste Gestaltung der gefrästen Abutments und monolithischen Abutmentkronen an die jeweilige Situation. Durch die konsequente Einbeziehung der CAD/CAM-Technik wären ästhetisch überzeugende, langfristige (keine Chipping-Gefahr) und preiswerte Versorgungen möglich, die den Vergleich mit konventionellen Brückenversorgungen nicht scheuen müssten. Zur Auflockerung verknüpfte er die präsentierten Patientenfälle mit historischen Persönlichkeiten, die in Jena gelebt haben. Seine humorvolle Darstellung sorgte für so einiges Schmunzeln.

Dr. Gudrun Stoya (Universität Jena) und Dr. Hoffmann zeigten, dass wissenschaftliche Vorträge über Anatomie ebenso unterhaltsam wie lehrreich sein können. Die eingehende anatomische Kenntnis des lateralen Maxilla inkl. des Sinus, sei unabdingbar für vorhersagbare Augmentationen im Sinus. Ein bildgebendes Verfahren ist zur Planung für einen Sinusluft angezeigt, wobei ein OPG nicht ideal ist, um z.B. sekundäre Septen zu verorten. In anschaulichen Videosequenzen eines Sinuslifts besprach Dr. Hoffmann anatomische Strukturen am Realbild und legte dabei besonderes Augenmerk auf die Arteria alveolaris superior post-/anterior, die sehr leicht sehr schwerwiegend verletzt werden kann.

Wie bei den Fachtagen üblich, folgte zum Abschluss ein fachübergreifender medizinischer Vortrag. Dieses Mal von Dr. Dieter Lazik, der als Sportmediziner in Potsdam tätig ist. Sein Thema: das Craniosacrale System im zahnärztlichen Kontext. Mit praktischen Demonstrationen verblüfte er das Auditorium – z.B. zeigte er, dass minimale Manipulationen an den Suturen des Craniums deutliche Auswirkungen auf den Bewegungsapparat haben.

Mit lautstarkem Klopfen der begeisterten Teilnehmer auf die ehrwürdigen Holztische im Vortragsraum, endete auch dieser Vortrag und damit ein interessanter und abwechslungsreicher Fortbildungstag in Jena. Einige Teilnehmer haben sich direkt für den nächsten Fachtag Implantologie am 04.11.2017 in Jena vormerken lassen.



Weitere Informationen unter www.dentaurum.de/fachtage_implantologie oder bei:
Dentaurum Implants GmbH
Centrum Dentale Communikation
Turnstr. 31
75228 Ispringen
Tel. 07231/803-470, Fax 07231/803-409
E-Mail: kurse@dentaurum.de
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