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Der 7. Fachtag Implantologie

Fortbildung in Norddeutschland: Dentaurum Implants und die Universität Lübeck

29.10.2014

Der 7. Fachtag Implantologie

Zum siebten Mal veranstaltete das Unternehmen Dentaurum Implants den „Fachtag Implantologie“ an der Universität Lübeck. Bisher ließen sich etwa 900 Teilnehmer von der praxisnahen Fortbildung im wissenschaftlichem Rahmen begeistern. Am letzten September-Wochenende 2014 kamen mehr als 170 Besucher nach Lübeck, um dem 7. Fachtag beizuwohnen.

Ganz im Zeichen der Praxisrelevanz stand der 7. „Fachtag Implantologie“ an der Universität Lübeck. Dem Veranstalter ist es auch in diesem Jahr gelungen, eine attraktive Mischung aus wissenschaftlichen und praxisorientierten Vorträgen zusammenzustellen. Mehr als 170 Zahnmediziner und Zahntechniker folgten der Einladung nach Lübeck und damit war der Hörsaal der hanseatischen Universität komplett ausgebucht.

Die vierte Dimension
Der Direktor der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Lübeck, Prof. Dr. Peter Sieg, begrüßte die Teilnehmer mit den Worten „Ich bin stolz, Sie zum 7. Fachtag willkommen zu heißen und freue mich, dass wir die Veranstaltung alljährlich mit einer so hohen Teilnehmerzahl austragen können.“ Einige der Referenten werden stets aufs Neue auf die Bühne des „Fachtag Implantologie“ gebeten, zum Beispiel PD Dr. Samer Georg Hakim (Universität Lübeck). Er sprach in diesem Jahr über etablierte implantologische Therapiekonzepte im schwierigen Oberkiefer und begann mit der rhetorischen Frage, warum die Behandlung im Oberkiefer so schwierig ist. „Wir haben es mit drei Herausforderungen zu tun“, so der Referent und nannte die Ästhetik (Lachlinie, bukkaler Korridor et cetera), die Morphologie (Form, biomechanische Stabilität) und die Topografie (Kieferkamm). „Was mir aber besonders am Herzen liegt, ist die vierte Dimension. Das ist die Zeit“, erklärte Dr. Hakim. Er ging auf die Sofortimplantation nach der Extraktion im Frontzahnbereich ein und zitierte ein systematisches Review. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Knochenresorption beziehungsweise die Gingivarezession bei einer Sofortimplantation höher sei als bei der Spätimplantation. Anders stellen sich die Ergebnisse allerdings bei einer Sofortversorgung im intakten Knochen dar.

Hier gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen einer Spät- oder Sofortbelastung, wobei der Referent an die patientenspezifischen Vorgaben erinnerte. Als Besonderheit des Oberkiefers führte Dr. Hakim die Kieferhöhle an, deren Ausdehnung ebenfalls von der Dimension „Zeit“ abhängig ist. Die Pneumatisierung mit zunehmendem Alter in Kombination mit einer Atrophie resultiere in einer Herausforderung. Der Referent stellte die Optionen „Sinuslift“ und „Augmentation“ gegenüber und verwies darauf, dass der Sinuslift überlegen sei. Diese Tatsache korreliere auch mit der Knochenresorption.

Was tun wenn ...
Dr. Friedmann Petschelt (Lauf) stieg mit einer Feststellung in das Thema ein: „In der Implantologie ist die Prothetik in den vergangenen Jahrzehnten zu kurz gekommen.“ Der Referent verstand es, das Auditorium mit seinem wissenschaftlich fundierten sowie in der Praxis validierten Arbeitskonzept zu begeistern und zeigte, wie die abformfreie Fertigung einer Sofortversorgung erfolgen kann. Vor dem implantologischen Eingriff bereitet der Zahntechniker – basierend auf einem Situationsmodell – das Provisorium vor. Nach der Insertion werden die Abformpfosten mit einem Übertragungsschlüssel (Kunststoff) fixiert und die Sofortversorgung fertiggestellt. Der Implantologe sprach mehrfach über die Relevanz einer dreidimensionalen Implantatplanung, die er bei der Sofortversorgung eines zahnlosen Oberkiefers als notwendig erachtet, ebenso wie die schablonengeführte Implantatinsertion. Unter anderem zeigte Dr. Petschelt auch die Vorzüge, die er durch die Aufbereitung mit dem Implantatbett-Aufweiter aus dem tioLogic® ADVANCED-System (Dentaurum Implants) hat. „Die Bohrer sind eine Schau“, sagte er fast schon emotional und erklärte, dass es mit dem speziellen Hohlraum erstklassig gelinge, Knochenspäne einzusammeln. Am Ende seiner Ausführungen erinnerte er nochmals an die dreidimensionale Analyse: „Abenteuer ist nur schlechte Planung!“ Passend hierzu sei der Vortrag von Dr. Martin Emmel (Bad Schwalbach) erwähnt. Der Referent widmete sich der Notfallmedizin in der zahnärztlichen Praxis und ging auf das Erkennen eines akut vital bedrohlichen Notfalles ein. Er verwies darauf, dass etwa ein Viertel aller internistischen Notfälle hypertensive Entgleisungen seien und erläuterte, was getan werden kann, bis der Notarzt in der Praxis eintrifft. Für eine vorsichtige Blutdrucksenkung empfahl er die Gabe von Nitrendipin (zum Beispiel Bayotensin), welches sublingual verabreicht wird. Alternativ kann ein Nitro-Spray (zum Beispiel Nitrolingual) verwendet werden. Der Appell von Dr. Emmel war eindeutig: Vor einer chirurgischen Intervention muss eine sorgfältige Anamnese vorgenommen werden. Dass man sich hierbei nicht ausschließlich auf Patientenangaben verlassen sollte, zeigte der von ihm vorgestellte Patientenfall. Tritt trotz optimaler Vorbereitung der Notfall ein, muss das Praxisteam mit einem guten Notfallmanagement agieren.

Über Emotionen und Dopamin
„Mentales Training auf einer dentalen Veranstaltung“ - so moderierte Ralph Lehmann (Dentaurum Implants) den Psychologie-Referenten Herbert Prange (Mallorca) an. Dieser sprach unter der Überschrift „Elegante Psychologie für den Praxisalltag und das halbe Leben“ über Strategien für den Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen. Seine Ausführungen basierten auf den Erkenntnisse der jüngsten Gehirnforschung. Demnach spielen Emotionen eine wesentliche Rolle. Aktuelle Forschungsergebnisse besagen, dass Menschen mit einer positiven Grundstimmung ein Geschehen stärker beeinflussen können und eine stärkere Ausstrahlung haben. Interessant war auch die Aussage, dass positive Zuversicht die Produktion von Dopamin stimuliert, was sich wiederum in gesteigerter Aufmerksamkeit und hohem Tatendrang äußert. Herbert Prange gab amüsante Hintergründe und motivierte die Zuhörer mit Tipps für den (Praxis-)Alltag. Aufforderungen wie „Machen Sie Ihr Leben zur jammerfreien Zone“ oder „Denken Sie daran: Niemand macht absichtlich Fehler“ sensibilisiert er für eine bedachte Personalführung. Zudem vermittelte Prange Konzepte, wie beim Patienten gute Gefühle erzeugt werden können. Ein kurzweiliger und erkenntnisreicher Vortrag, der mit einigen überraschend einfachen Tricks überzeugte.

Die Rolle des Weichgewebes in der ästhetischen Zone
Der abschließende Vortrag kam von Dr. Joachim Hoffmann (Jena), der bereits zum siebten Mal auf der Bühne des „Fachtag Implantologie“ stand. Einleitend bezog er sich auf seinen Vorredner und stellte die Frage in den Raum: „Wofür arbeiten wir Zahnmediziner?“ Seine persönliche Antwort findet er in einem Zitat des Unternehmens Zeiss: „Der Moment, in dem Sie merken, dass alles wofür Sie arbeiten, die Lebensqualität der Menschen verbessert; für diesen Moment arbeiten wir.“ Danach widmete sich Dr. Hoffmann der Implantattherapie in der ästhetischen Zone. Sein klares Fazit: „Durch eine vorbereitende Weichgewebschirurgie können wir uns das Leben erleichtern“. Anhand eines Patientenfalles demonstrierte er sein Vorgehen von der Extraktion über die präimplantologische und provisorische Phase bis hin zur implantatgetragenen Versorgung und gab wertvolle Kollegentipps. Zum Beispiel verzichtet er bei einer Socket Preservation auf langsam resorbierbare Materialien und zieht einen Kollagenkegel vor. Um das Ergebnis einer Knochenaugmentation zu sichern, betrachtet er die Vorbereitung mit einem Bindegewebstransplantat als eine „kleine Maßnahme mit großem Erfolg“.

Bei der Inzisionstechnik bevorzugt Dr. Hoffmann nach Möglichkeit die horizontale Schnittführung, bei welcher er nach einer Sulkusinzision den Schnitt Richtung palatinal verlagert. Für den Aufbau des Hartgewebes favorisiert er partikulären, autologen Knochen und kann das Implantat in der Regel drei Monate später inserieren. Das Besondere an diesem Vortrag waren unter anderem die hervorragend gefilmten Arbeitsabläufe in erstklassiger HD-Qualität, mit denen der Referent sein Vorgehen visualisierte.

Fazit
Das Potpourri der Vorträge des 7. „Fachtag Implantologie“ deckte viele Bereiche ab. Prof. Sieg bezog sich in den Abschlussworten auf seinen Kollegen PD Dr. Hakim: Die 4. Dimension „Zeit“. „Es ist beeindruckend, was sich in den vergangenen Jahren und damit in relativ kurzer Zeit in der Implantologie verändert hat“, griff Prof. Sieg den Gedanken auf und bedankte sich bei den Referenten und den Teilnehmern, die bis zum Ende das Auditorium füllten. In Zeiten, in denen Fortbildungen die implantologischen Veranstaltungskalender fast überfüllen, hat es Dentaurum Implants mit dem Fachtag geschafft, ein Konzept zu etablieren, welches zum Wiederholen einlädt. Der 8. Fachtag Implantologie wird am 19. September 2015 stattfinden – natürlich wieder in Lübeck.



Weitere Informationen:
Dentaurum Implants GmbH
Turnstr. 31
75228 Ispringen
Tel. +49 7231 / 803-560
Fax: +49 7231 / 803-341
E-Mail: info@dentaurum-implants.de
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