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Geschichte

Der Arnold-Biber-Preis und sein Namensgeber


Es war die Initiative von Dr. Fritz Winkelstroeter, damaliger Geschäftsführer der Dentaurum-Gruppe, der 1908 vorschlug, einen Preis zu stiften, der wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Zahntechnik und Zahnheilkunde auszeichnet. Benannt wurde der Preis nach dem Firmengründer des Ispringer Dentalunternehmens, Arnold Biber, womit die Wertschätzung seiner Leistung für die Zahntechnik zum Ausdruck gebracht wird. Arnold Biber gehörte zu den Pionieren der Zahntechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts wichtige Impulsgeber im deutschsprachigen Raum waren.

Erstmalig wurde der Arnold-Biber-Preis im Jahr 1923 ausgeschrieben, der Arbeiten auf dem Gebiet der Zahntechnik oder Zahnheilkunde honorierte, die noch nicht veröffentlicht waren. Durch die Fusion 1924 mit der Firma Ritter AG, änderte sich der Firmenname von Arnold Biber AG in Ritter-Biber AG und die Stiftung des Preises wurde in den Jahren danach ausgesetzt. 1954 rief Hans Peter Winkelstroeter, Sohn von Dr. Fritz Winkelstroeter, den Arnold-Biber-Preis wieder ins Leben und stellte ihn der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zur Verfügung.

Die Auszeichnung mit dem Arnold-Biber-Preis erfolgt seither durch ein Kuratorium des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie. Der mit 5.000 EUR dotierte Preis wird für eine bisher noch nicht veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Kieferorthopädie jährlich vergeben. Dabei wird vorausgesetzt, dass der überwiegende Teil der wissenschaftlichen Ergebnisse bisher in keiner Publikation enthalten ist. Um die begehrte Auszeichnung können sich in Deutschland approbierte Zahnärzte und die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie bewerben, als Alleinautoren oder als Forschungsteams. Die Verleihung des Preises erfolgt anlässlich der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie. Dabei ist es schon vorgekommen, dass aufgrund des hohen Qualitätsanspruches auch Jahre ohne Preisvergabe resultieren. In der langen Geschichte des Arnold-Biber-Preises wurde er bis heute 25 Mal für herausragende Arbeiten verliehen. Die preisgekrönten Arbeiten werden im Fachmagazin „Journal of Orofacial Orthopedics/Fortschritte der Kieferorthopädie“ veröffentlicht.