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Geschichte des Arnold-Biber-Preises


Die Geschichte des Arnold-Biber-Preises ist schon mehr als 100 Jahre alt und gehört in Deutschland zu den ältesten Förderpreisen der zahnmedizinischen Forschung. Arnold Biber (1854 – 1902) war Ende des 19. Jahrhunderts einer der Pioniere der Zahntechnik. Er war nicht nur einer der wichtigsten Impulsgeber im deutschsprachigen Raum, sondern beeinflusste auch die Zahntechnik durch seine Produktinnovationen maßgeblich. 1886 gründete er in Pforzheim ein zahntechnisches Laboratorium, aus dem später die Firma Dentaurum hervorging. Nach seinem frühen Tod übernahm Dr. Fritz Winkelstroeter 1908 das Unternehmen. Der Preis wurde von ihm ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die zahnmedizinischen Wissenschaften zu fördern. Dieser Förderpreis wurde nach dem Namen des Firmengründers von Dentaurum benannt, als Wertschätzung für seine geleistete Arbeit.

Schon 1910 wurde der Preis als „Biberpreis“ ausgeschrieben, um welchen sich in Deutschland approbierte Zahnärzte bewerben konnten. Der Biberpreis wurde jährlich für unveröffentlichte, wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Zahntechnik und Zahnheilkunde verliehen und war mit 1.000 Mark dotiert. In den Anfangsjahren stellte jedes Jahr eine andere zahnärztliche Vereinigung in Deutschland die Preiskommission. Die Ausschreibung des Preises erfolgte damals in der zahnärztlichen Fachpresse. Der erste nachweisbare Preisträger des Arnold-Biber-Preises ist Dr. W. Stärke aus Berlin. Er erhielt 1910 den Preis für seine Arbeit "Welche Brückenarbeit entspricht den Ansprüchen, die von Zahnarzt und vom Patienten an einen guten Zahnersatz gestellt werden, am meisten?" den Preis.1

Bedingt durch die politischen Wirren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundertes und durch die wirtschaftlich schwierige Situation wurde der Arnold-Biber-Preis ab Mitte der 20ziger Jahre immer unregelmäßig verliehen. Nachdem das Firmengebäude im Jahr 1945 durch einen Bombenangriff vollständig zerstört wurde, musste Dentaurum als Stifter mit der Preisausschreibung für einige Jahre aussetzten. Hans Peter Winkelstroeter, Sohn von Dr. Fritz Winkelstroeter, rief 1954 die Auszeichnung wieder ins Leben zurück und stellte den nun genannten "Arnold-Biber-Preis" der Deutschen Gesellschaft für Zahn -, Mund- und Kieferheilkunde zur Verfügung.

Seit 1968 erfolgt die Auszeichnung mit dem Arnold-Biber-Preis durch ein Kuratorium des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie. Der inzwischen mit 5.000 € dotierte Preis wird für eine bisher nicht veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Kieferorthopädie jährlich ausgeschrieben. Dabei wird vorausgesetzt, dass der überwiegende Teil der wissenschaftlichen Ergebnisse bisher in keiner Publikation enthalten ist. Aufgrund des hohen Qualitätsanspruchs an die Arbeiten, gab es auch schon Jahre ohne Preisvergabe. Um die begehrte Auszeichnung können sich in Deutschland approbierte Zahnärzte und die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie als Alleinautoren oder als Forschungsteams bewerben. Die Verleihung des Preises erfolgt anlässlich der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie. Die preisgekrönten Arbeiten werden im Fachmagazin „Journal of Orofacial Orthopedics/Fortschritte der Kieferorthopädie“ veröffentlicht.

Quellenangabe:
1 Deutsche Zahnärztliche Wochenschrift, 1910, Jahrgang XIII, Nr. 52, Seite 947

Weitere Informationen zur Aussschreibung des Preises erhalten Sie von der
Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie oder unter:www.dgkfo.de -
"Wissenschaftliche Preise"